Abschluss eines Bausparvertrages

Man sollte sich nicht so einfach überreden lassen, wenn es um den Abschluss eines Bausparvertrages geht, denn auch wenn viele Bausparkassen einem sagen, dass man so den Grundstein für ein Haus setzt oder vielleicht sogar schon das halbe Haus hat, ist das oft nur Werbung!

Vertragsabschluss

Wenn man einen Vertrag für Bausparen abschließt, bedeutet es dass man mit einer Bausparkasse einen Vertrag über eine bestimmte Bausparsumme abschließt und dass heißt für eine bestimmte Zeit (die Ansparphase) einen gewissen Prozentsatz der Bausparsumme (normalerweise 50%) in monatlichen Raten oder freiwilligen Sonderzahlungen anzusparen, bis man nicht die Mindestsparsumme erreicht hat und auch auf eine gewisse Mindestsparzeit, auch Ruhephase genannt, gewartet hat. In dem Moment kann man sich dann endlich sein gespartes Geld auszahlen lassen und die Differenz zur Bausparsumme als Darlehen bekommen, welches man dann in den folgenden Jahren in monatlichen Raten abzahlt. Leider hat ein Bausparvertrag aber nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile.

Die Vorteile des Bausparens

Einer der Vorteile ist die Planungssicherheit, denn beim Vertragsabschluss bekommt man eine feste Verzinsung des gesparten Guthabens und auch des zukünftigen Darlehens, meistens mit einem günstigen Darlehenszins. Leider ist die Guthabensverzinsung meistens nicht so hoch.

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass man sich beim Bausparen vertraglich verpflichtet, monatlich zu sparen. Es kommt noch hinzu, dass man nicht zu einem Hausbau oder Wohnungskauf verpflichtet ist, denn man kann sich, zum Beispiel am Ende der Ansparphase, auszahlen lassen oder sein Geld einfach ruhen lassen bis man ein Darlehen braucht.

Die Nachteile des Bausparens

Einer der Nachteile ist, dass bei einem Bausparvertrag immer eine gewisse Mindestsparsumme, die üblicherweise bei 40% des Ansparkapitals liegt. Wenn man aber bedenkt, dass in Deutschland die wenigsten Wohnungen oder Häuser mit Eigenkapitalquoten von 40% oder 50% gekauft werden, ist dass nicht gerade sehr positiv, denn es zeigt wie man bei einem Bausparvertrag deutlich mehr Eigenkapital aufbringen muss, um an eine gewisse Kreditsumme zu kommen.

Wenn man mehrere Bausparverträge abgeschlossen hat, muss man bei der Inanspruchnahme von Bauspardarlehen für jeden Vertrag einer anderen Bausparkasse eine eigene Grundschuld bestellen und die entsprechenden Notar- und Amtgebühren entrichten. Das kann sehr teuer werden. Das sind nur einige Beispiele für die Vor- und Nachteile eines Bausparvertrages; ich kann nur empfehlen, sich gut zu informieren bevor man so einen Vertrag abschließt.

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