Der Kugelschreiber und seine Geschichte
Bis man von dem Zeitalter des Kugelschreibers als Massenprodukt sprechen konnte, hat es Jahrhunderte gebraucht und viele Versuche bis man in der Lage war, Tinte problemlos als Schrift oder Zeichnung auf Papier zu bringen.
Unter den Schreibinstrumenten waren die wichtigsten Vorgänger des Kugelschreibers die Schreibfeder mit Tintenfass und danach der Füllfederhalter mit eingebautem Tintenbehälter.
Die Geschichte des Kugelschreibers
Der Name Schreibfeder, als Schreibmittel, ist auf die Gänsefeder zurückführen, die zusammen mit dem Tintenfass eins der meist benützten Schreibmittel bis in das neunzehnte Jahrhundert war.
Gänsefeder
| Mit der Gänsefeder zu schreiben, war keine so leichte Tätigkeit, denn es passierte oft, dass die Tinte auf das Blatt tropfte und man oft wieder alles auf ein neues Papier schreiben musste. Es kommt noch hinzu, dass die Spitze der Gänsefeder sich leicht abnutzte. |
Feder aus Metall
| So wurden die Federn aus Metall erfunden. Leider waren sie am Anfang sehr teuer und erst später begann man mit einer industrielle Produktion. Die Federn hatten noch ein anderes Problem, denn sie waren viel härter als Gänsefedern und man hatte weiterhin das Problem, mit der Tinte richtig umzugehen. Zu diesen Zeiten war Schreiben keine leichte Tätigkeit und man musste im Umgang mit diesen Schreibinstrumenten eine große Geschicklichkeit haben. |
Füllfederhalters
| Das besserte sich erst mit der Entwicklung des Füllfederhalters. Der erste Prototyp wurde von Scheller in Leipzig, im Jahre 1780 aus Bronze und Horn hergestellt. Leider waren Füllfederhalter auch noch nicht die optimale Lösung, denn die Tinte in dem Behälter trocknete leicht. Es fehlte immer noch ein praktisches Instrument, das preiswert, leicht zu handhaben und gleichzeitig auch bequem mit sich zu tragen war. Ein Instrument, das man mit der Einfachheit eines Bleistifts benützten konnte, aber dessen Schrift nicht ausradierbar war. |
Kugelsschreiber
| Die ersten interessanten und realisierbaren Vorschläge sah man erst im Jahre 1938, als der ungarische Journalist László József Bíró an ein Kugel Instrument dachte, mit dem man die Tinte von einem inneren Behälter auf Papier bringen konnte. Es wird berichtet, dass er auf diese Idee kam, indem er einen Ball sah, der in eine Pfütze rollte und danach einen nassen Streifen auf der Straße hinterließ. So entstand der erste Kugelschreiber.
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Mit der Zeit sind Kugelschreibe immer weiterentwickelt worden.
In China und anderen asiatischen Ländern werden Kugelschreiber mit einer Spitze von 0,38 bis 0,7 mm Durchmesser bevorzugt, während in den westlichen Ländern vorzugsweise Kugelschreiber mit einer Spitze mit einem Durchmesser von 1 mm benützt.

Seitdem in den letzten Jahren neue Tinten entwickelt wurden, findet man auch Kugelschreiber mit einer Spitze bis zu 1,6 mm Durchmesser.
Größere Durchmesser sind nicht möglich, weil dabei das Risiko entsteht, dass die Tinte aus der Spitze fließt und weil es außerdem kompliziert ist mit einer so großen Spitze zu schreiben.





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