Wie bereitet man eine Wand zum Tapezieren vor

Ich schreiben gerne über dieses Thema, weil ich mich letztes Jahr mit dieser Arbeit beschäftigt habe und eine sehr wichtige Hilfe in einem Buch von meinem Onkel gefunden habe und zwar „Der Heimwerker“. In diesem Buch wird sehr gut beschrieben, wie man vorgehen muss.

 

Neuer Verputz

Für die verschiedenen Verputzarten gilt die Faustregel: Was man streichen kann, kann man auch tapezieren.

Neue Gipskartonplatten

Neue Gipskartonplatten werden mit einer Leimgrundierung versiegelt. Dadurch verhindert man das Weichwerden des Gipses, wenn die Tapete später einmal abgelöst werden soll.

Binder- und Dispersionsfarbenanstriche

Abblätternde Farbe muss vollständig entfernt werden. Ein noch einwandfreier Anstrich wird mit Sandpapier leicht angeschliffen. Für schwere Tapeten sollte man mit flüssiger Makulatur vorstreichen.

Ölfarbenanstriche

In diesem Fall reibt man den alten Anstrich mit einem nassen Bimsstein und wasserfestem Schleifpapier gründlich ab. Mit klarem Wasser nachspülen, etwa vorhanden Risse ausbessern und mit Makulatur vorstreichen. Lackanstriche müssen ganz entfernt werden.

Vorleimen

Die Vorbehandlung mit einer Leimlösung sorgt dafür, dass die Wand die Feuchtigkeit aus dem Kleister nicht zu schnell aufsaugt und dass man die Tapetenbahn nach dem Anlegen noch verschieben kann. Die Wand muss nach dem Vorleimen trocken werden, danach sollte man sie vor dem Tapezieren leicht mit Sandpapier anschleifen.

Makulatur

Makulaturpapier kann man sowohl als Grundlage für einen Anstrich wie auch als Untergrund für Tapeten kleben, es lassen sich damit sogar stark gesprungene Wände überdecken.

Die Bahnen werden immer horizontal und auf Stoß geklebt, das heißt, die Papierkanten liegen dicht aneinander, nicht übereinander. Man müsste die Bahnen vor der ganzen Wandlänge zuschneiden und sie nach dem Einkleistern ziehharmonikaartig zusammenfalten. Das Kleben sollte man oben an der Wand beginnen. Um die Ecken wird das Papier nur etwa 2 cm herumgeklebt, dann abgeschnitten und die nächste Bahn stumpf, das heißt auf Stoß, darangesetzt. Man sollte nicht die ganze Wand mit Makulatur bekleben, wenn nur ein kleines Stück uneben ist.

Bereits Tapezierte Flächen

Wenn es um bereits tapezierte Flächen geht, sollte man die alte Tapete vor dem Neutapezieren vollständig entfernen. Man sollte die alte Tapete mehrmals mit warmen Wasser oder einem käuflichen Tapetenlöser einweichen; auch ein Geschirrspülmittel kann dabei gute Dienste leisten. Man sollte die Tapete so lange mit einer Streichbürste anweichen, bis der alte Kleister weich geworden ist.

Dann kann man die Tapete mit einem breiten Spachtel entfernen. Natürlich sollte man vorsichtig vorgehen, so dass die Wand dabei nicht beschädigt wird.

Abwaschbare Tapeten werden mit einer Drahtbürste aufgeraut, dann aufgeweicht und abgezogen oder abgekratzt.

Zum Schluss müssen alle alten Kleisterreste sorgfältig von der Wand abgewaschen werden.

Nicht versiegelte Wandplatten aus Gips sind besonders vorsichtig zu behandeln, weil sie durch Feuchtigkeit weich werden und dann sehr empfindlich sind.

Man sollte erst an einer kleinen Stelle versuchen und sehen ob die Tapete sich gut entfernen lässt. Wenn der Gips dabei weich wird, empfiehlt es sich, die alte Tapete an der Wand zu lassen und darüber zu tapezieren.

Hier sehen Sie einige Muster der Tapete, die ich lieber. Sie denken, sie sind zu extravagant?

1 gesamt

Kommentare

Small Montag, 23. November 2009, 16:07 Uhr

Ich binn in einem komplett tapeziertes Haus aufgewachsen. Jetzt finden ich es viel schöner, wenn die Wände einfach nur angestrichen sind!

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